Oroborus Customs

Fachmanufaktur für Gitarrenbau//Reparaturen//Modifikationen//Inlaytechnik

Hardware

"Hardware" ist ein nur ein Überbegriff für Mechaniken, Brückensysteme, Potiknöpfe usw. und beinhaltet zudem fast grenzenlose Möglichkeiten und Hersteller.

Deswegen wird hier nur auf Mechaniken und verschiedene Brückensysteme etwas näher eingegangen.

Die Details und andere Hardwarekomponenten müssen dann im persönlichen Gespräch gemeinsam erarbeitet werden.

Mechaniken

Es werden Mechaniken und Hardware von Schaller und Gotoh angeboten. Alternativ auch Sperzel, Kluson und Hipshot.

Von diesen Herstellern sind in der Regel fast alle gängigen Mechaniktypen/ - Ausführungen, Hardware sowie Brückensysteme erhältlich.

Welche Mechanik, Brücke und Hardware dann für Ihr Instrument die richtige ist, muss im persönlichen Beratungsgespräche erörtert werden.

Auf Grund der großen Vielfalt kann Ihnen hier nur ein kleiner Auszug gezeigt werden.

Schaller Grandtune

  • für 3R/3L Kopfplatten

Gotoh SG 510

  • für 3R/3L Kopfplatten

Sperzel Locking Tuner

  • für 3R/3L Kopfplatten
  • für 6L Kopfplatten
  • für Reversed Headstock- Kopfplatten

Kluson Vintage Lockheads

  • für 6L Kopfplatten

Schaller BM Light

  • Bassmechanik
  • für 4L und 2R/2L Kopfplatten
  • Carbon-/ Aluminium

Hipshot Ultralight

  • Bassmechanik
  • für 4L Kopfplatten

Brücken & Tremolos

Grundsätzlich steht es Ihnen natürlich frei welches Brücken- System Sie wählen; da diese Bauteile aber den Klang und die Handhabung Ihres Instrumentes elementar beeinflussen werden, hier einige Informationen zu den einzelnen Bauarten.

Genaueres muss dann persönlich besprochen werden.

Tune-O-Matic (TOM),

in Kombination mit korpusseitiger Saitenführung (String through)

  • gute Ansprache & Attack
  • gute Handhabung da das Stoptail nicht im Weg ist

Tune-O-Matic (TOM),

in Kombination mit einem Stoptail

  • gute Ansprache, nicht ganz soviel Attack

Hardtail Brücken, in Kombination mit korpusseitiger Saitenführung (String through)

  • gute Handhabung
  • warmer, cremiger Klang
  • gutes Attack

Hardtail Brücken, Saiten in die Brücke eingehängt

  • gute Handhabung
  • warmer, cremiger Klang 

Wrap-around-Brücken

  • ähnlich wie TOM- Brücken
  • haben allerdings den Nachteil Ihre Zug- und Druckkräfte auf das selbe Paar Bolzen zu übertragen; es besteht die Gefahr das sich die Bolzen samt Hülse Stück für Stück in Richtung Hals verziehen
  • es können je nach Hersteller auch Intonationsdefizite auftauchen

Tremolosysteme (Vibratos), Strat-Style

  • diese Systeme haben keinen Klemmsattel und somit auch keine Feinstimmer an der Brücke
  • weniger Attack und Tondefinition, da diese Systeme bei jedem Anschlag mitschwingen und ein Teil der Energie verloren geht

Tremolosysteme (Vibratos), Floyd Rose Style

  • besitzen Edelstahlgrundplatten mit Messerkanten, die in eingelassene Bolzen greifen
  • diese Systeme sind also vollständig freischwebend was die Tremolierung in jede Richtung erlaubt
  • Syteme mit Klemm- sättel und Feinstimmern
  • auch diese Systeme verlieren etwas an Attack und Tondefinition
  • sehr aufwändiger Einbau und Justierung, selbst bei jedem Saitenwechsel

Einzel-Reiter-Systeme

  • hier läuft jede Saite über einen einzelnen Saitenreiter / Bock
  • sind vorallem bei Fächerbund- Griffbrettern und spezieller Saitenführung sinnvoll

Das Evertune- System

"Tune once- play forever"

So wirbt zumindest der Hersteller; und das ist auch gleichzeitig der Grund warum dieses System extra erwähnt wird.

Das Evertune- System funktioniert auf rein mechanischer Basis, ohne empfindliche Elektronik und ohne Stromversorgung.

Die Grundfunktionen dieses Systems basieren auf Trigonometrie und rudimentärer Physik; jede Saite hat, wenn sie richtig gestimmt ist, eine konstante Zugkraft. Das Evertune setzt Federn ein welche mit genau derselben Zugkraft den jeweiligen Saiten entgegenwirken, vorausgesetzt die Feder ist richtig justiert!

Veränderungen dieser Zugkraft durch z.B Dehnung oder Stauchung der Saiten, äußere Einflüsse wie Kälte hinter der Bühne und Wärme auf der Bühne werden vom System kompensiert. Stimmen ist also nur einmal nötig, Vordehnen entfällt und auch der Saitenwechsel geht schneller; behält man seine Saitenstärke und Stimmung bei, "stimmt" man die Saite wieder bis zum eingestellten Punkt und fertig. Sollten irgendwann Bendings wieder ein Thema sein, die werden vom System nämlich völlig kompensiert, kann man das System "ausschalten" und Evertune funktioniert wieder wie eine normale Hardtail Brücke.

F- Style

  • für Flattop Gitarren

G- Style

  • für Gitarren mit gewölbter Decke

T- Style

  • für Flattop Gitarren im

F- Style, 7 String

  • für 7 saitige Instrumente